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Nach vielen Jahren, verschieden Fahrrädern, einem Leichtkraftrad (80er) und Fahrstunden kaufte ich mir nach der Bundeswehr Ende März 1988 das erste Auto, das ich bis Frühling 2007 fuhr.


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Am 19.12.01 hat es mal wieder gekracht! Am Heidelberger Kreuz als ich beim Einordnen wegen einer Baustelle am STOP-Schild anhalten musste. Der Golf hinter mir hat mich wohl zu spät gesehen.

(Fährst Du rückwärts an den Baum, verringert sich der Kofferraum.)

Der Kofferraum ist etwas eingedrückt und der Kofferraumdeckel schließt nur noch wenn man richtig zudrückt. Im Blech darunter sind zudem Risse. Mein Auto ist aber immer noch voll nutzbar. Eine Notreparatur muß aber schon sein.
Durch das Alter von fast 14 Jahren und den geringen Restwert, ist das Ganze mal wieder ein Totalschaden. Von der gegnerischen Versicherung habe ich einen Scheck über 750 Euro erhalten. Der Nutzungsausfall kommt auch noch dazu.

Inzwischen ist das Auto in einer kleinen Werkstatt repariert worden, ohne daß ich drauflegen muss. Es muß ja nicht gleich eine neue Rückwand eingebaut werden. Es reicht eine "Not-Reparatur", bei der die Rückwand wieder rausgezogen, das Blech gerichtet, und die Optik wieder hergestellt wird. Jetzt schliesst der Kofferraumdeckel sogar besser, als nach der gleichen Unfallreparatur bei Islinger&Umhey. (1988 über 3000 DM Reparaturkosten für eine gegnerische Versicherung) Deren "Qualität" führte nach ca. 3 Jahren durch viele Undichtigkeiten zu vielen Roststellen und sogar Durchrostungen. So kann man auch einen Kunden verlieren.
Diesmal mache ich den Rostschutz selbst: Alle Roststellen und alte mangelhaften Konservierungen bis aufs blanke Metall entfernt und gesäubert, die großen Löcher mit Glasfaser geschlossen, mit Spachtelmasse geglättet (dabei diesmal auch alle kleinen Löcher und Schlitze geschlossen), mit Zinkspray grundiert und gegen Rost geschützt. Im Boden- und Radkastenbereich sowie noch anderen gefährdeten Stellen dick Unterbodenschutz aufgetragen und zum Schluß wieder die sichbaren Flächen in kaminrot lackiert. Dazwischen immer wieder Pausen, damit das Material aushärten kann. Zum Schluß wieder die Anbauteile wie Stoßstange, Innenverkleidung, Reserverad usw. eingebaut. Insgesamt sind bestimmt 15 Stunden Arbeitszeit draufgegangen. Aber dafür wird es an diesen Stellen später keine bösen rostigen Überraschungen geben.
Ab sofort ist mein Kofferraum für andere Stossstangen streng tabu!

Im November 2001 habe ich die ASU machen lassen. Diesmal nicht in der Opel-Werkstatt, sondern beim AutoTeileUnger in Neckarau nähe Media-Markt. Es lief richtig gut: Kurzfristig nach der Arbeit einen Termin bekommen, nur 20,50 Euro bezahlt und diesmal läuft das Auto durch den runter gedrehten CO-Gehalt nicht schlechter als vorher. In Zukunft mache ich es nur noch so.
Denkste! Wenn man bereits im Oktober (2002) kommt, wenn alle die Winterreifen aufziehen lassen, ist die Werkstatt total überlastet. Das passiert mir nicht mehr. Das nächste mal komme ich mindestens einen Monat früher. Bei höheren Temperaturen sind die Abgaswerte sowieso besser. Dann muß nicht so viel runtergedreht werden. Und neue Zündkerzen vor der ASU sollten selbstverständlich sein.

Neue Probleme: Speziell bei feuchtem Wetter ruckelt das Auto beim Gasgeben. Bei kaltem und warmen Motor. Eine Besichtigung des laufenden Motors im Dunkeln brachte die Ursache ans Licht. Überschläge in den Zündspule und Hochspannungskabel. Nachdem irgendwann alle Bauteile, die mit der Hochspannung in Berührung kommen, ausgetauscht waren, und die Zündung neu eingestellt wurde, war das Ruckeln verschwunden.
Wenn jetzt noch die Kaltstartprobleme behoben werden, bin ich zufrieden. Eine Reinigung des Vergasers brachte keine merkliche Verbesserung. Aber die Erhöhung des Standgases durch den gezogenen Joke, brachte nochmals einen guten Erfolg. Nun geht der Motor an der ersten Ampel nicht mehr aus.

TÜV und ASU sind nun auch neu bestanden. Hoffentlich habe ich diesen Winter nicht wieder die Kaltstartprobleme.
16.2.03: Die Reparaturen haben sich gelohnt. Auch bei Minusgraden ist er für einen Vergasermotor gut angesprungen. Aber ohne Joke geht es natürlich nicht. Aber eine 2. Batterie war bei extremen Minusgraden als Starthilfe manchmal notwendig. Die fährt dann immer mit und wird ab und zu wieder geladen. So spart man sich den Kauf einer neuen Batterie.

Der Ventildeckel ist mit neuer Dichtung und Dichtungspaste auch wieder dicht. So kann man den Ölverbrauch reduzieren. Der Rest findet an der undichten Zylinderkopfdichtung vorbei seinen Weg zum Auspuff.

Auto-Werkstatt

Am 15.9.03 gab es wieder eine neue ASU. Ohne Termin und ohne große Wartezeiten bei A.T.U.

Der erste Versuch für eine neue TÜV-Plakette war nicht erfolgreich. Also sind einige neue Rostlöcher an den Seitenschwellern unten geschlossen und konserviert worden. Zuerst ist es immer nur ein kleines Loch. Wenn man dann aber alles bis aufs stabile Metall entfernt hat, ist da auf einmal ein riesen Loch entstanden. Es ist ein Elend! Aber es muß sein, sonst frist sich der Rost immer weiter. Das Problem hat man bei einem neuem Auto zwar nicht, aber dafür hat man einen hohen Wertverlust pro Jahr. Irgend ein Opfer muß man immer bringen, oder Straßenbahn fahren.
Also nochmal ein Besuch bei ATU für Arbeiten an der Bremsanlage und einen Ölwechsel. Hat wieder alles gut geklappt. Als ich abends um ca. 19 Uhr hin kam, war es fast fertig. Sogar ein Test der neuen Glühlampe, konnte noch kostenlos eingeschoben werden. Das nenn ich Dienst am Kunden. Da gehe ich immer wieder gerne hin. Auch wegen der langen Öffnungszeit bis 20 Uhr.

Am 9.10.03 hat es dann im zweiten Anlauf geklappt: Eine neue TÜV-Plakette für 10/2005.
Die Gebühr für die Nachuntersuchung beträgt nur 4,90 Euro. Das ist viel billiger als das Auto von der Werkstatt "TÜV-fertig" machen zu lassen. Aber an manchen Tagen ist eine vorherige Terminvereinbarung zu empfehlen. Sonst wartet man schon mal über eine Stunde.

Die Zylinderkopfdichtung ist bei kalten Motor undicht. Dann gluckert eingedrückte Luft im Kühlkreislauf. Ansonsten fährt er aber trotz winterlichen Temperaturen ordentlich. Daher konnte ich mich bisher auch nicht zu einer Reparatur entschliesen. Dabei würde ich auch noch eine alte Nockenwelle gegen die eingelaufene tauschen, dann gibt der Motor auch wieder Ruhe. Mit neuem TÜV wäre es wieder eine Überlegung wert.

Am Rosenmontag 2005 beim ersten Anlauf und ohne Wartezeiten: TÜV-Plakette für 02/2007.

Mit den höheren Aussentemperaturen wird der Kühlwasserverlust immer größer. Ein Versuch mit flüssigem Dichtungsmittel für Kühler und Zylinderkopfdichtung werde ich noch durchführen. Aber ich denke mein Auto hat den TÜV zum letzten mal gesehen.

Soweit es irgendwie geht, fahre ich meinen Kadett noch weiter. Aber irgendwann verliert dies seinen Sinn:
- Zylinderkopfdichtung undicht
- die Reifen sind nicht mehr die besten
- neue Rostlöcher kündigen sich an
- wie lange hält die immer noch erste Kupplung und die Brems-Scheiben mit Belägen?
- 329 Euro Steuer/Jahr weil kein KAT verbaut ist
Aber er fährt noch!

Ich weiß. Ich solle mir doch mal ein neues Auto kaufen. Aber ich hänge eben noch an meinem ersten Auto. Solange es noch einigermaßen läuft, bleibe ich dabei. Und billiger kann ich auch nicht mehr fahren. Mein Kadett hat keinen jährlichen Wertverlusst mehr.
Wenn es sich dann aber wirklich nicht mehr vermeiden lässt, wäre ein Umstieg auf ein anderen Opel Kadett in gutem Zustand eine Möglichkeit. Natürlich einen ohne Reparaturbedarf (erstmal finden), mit KAT und neuem TÜV/ASU. Der alte Kadett wird dann zum Ersatzteilspender degradiert.

Am 20.8. bekam mein Kadett von mir eine neue Zylinderkopdichtung und neue Hydrostößel. Der Lauf auf 3 Zylindern nach dem Starten ist endlich vorbei. Auch das Kühlwasserproblem und das Nageln der Nockenwelle. Er springt somit auch problemlos an. Damit komme ich gut über den Winter.
Also gleich neue Zündkerzen und Luftfilter rein, und eine neue ASU machen lassen. In der Werkstatt beim A.T.U. wurde ich aber wieder weg geschickt. Mein Auto hatte denen mit verbrannten Öl die Werkstatt eingenebelt. Bei der Weiterfahrt war aber wieder alles OK. So ein launiger Motor! So bekam ich in der nächsten Opel-Werkstatt ohne Probleme die ASU-Plakette. Der CO-Gehalt war sogar noch sehr gut gewesen.
Die Ventilschaftdichtung, die Kolbenringe oder die Kopfdichtung sind also weiterhin für einen erhöhten Ölverbrauch verantwortlich. Aber damit kann ich leben. Dann auf ein weiteres Jahr Kadett fahren. Bis spätestens März 2007. Dann ist der TÜV zum letzten mal abgelaufen. Aber 19 Jahre und ca. 200.000 KM sind dann doch eine gute Leistung.
Dann werde ich eben doch auf ein anderes Auto umsteigen. Nochmal einen Kadett? Gibt es dann überhaupt noch gute Exemplare? Warscheinlich nicht.

Update1: Die neue Zylinderkopfdichtung zeigt auch wieder Undichtigkeiten. Bisher ohne Einfluß auf das Fahr- und Startverhalten. Aber für wie lange? Nochmal wechsle ich aber nicht mehr die Kopfdichtung. Das hat keinen Sinn mehr!
Update2: Der Lauf auf 3 Zylindern bei kalten Motor und der hohe Ölverbrauch sind auch wieder da.
Vor vielen Jahren ist der Motor wegen zu hohen Kühlwasserverlust durch eine undichte Wasserpumpe zu heiss geworden. Das hat seine Schäden am Motor hinterlassen und erklärt nun auch die Startprobleme in den zurückliegenden Winterjahren. Die immer wieder undichte Zylinderkopfdichtung und der hohe Ölverbrauch sind auch die Folge davon. Warscheinlich würde ein neuer Zylinderkopf das Problem lösen. Doch dafür ist es jetzt zu spät. Die Tage des alten Kadetts sind gezählt.

Oder ein Nexia von Daewo. Der sieht fast wie ein Kadett aus, gibt es aber auch noch mit Baujahr 97.

Leider ist der Schacht für den Autoradio sehr tief gelegt. Ein echter Nachteil, wenn man oft den Radio-Sender wechselt.

Oder ein Toyota Corrolla E10. Der gefällt mir sehr gut, und soll eine gute Qualität haben. Ansonsten hat er auch manches mit dem Kadett gemeinsam. Er ist aber neuer und besser.

Ein Maßnahmenkatalog der Stadt Mannheim zur Lutreinhaltung sieht ab 2010 ein Fahrverbot in der Kernstadt für Fahrzeuge vor, deren Schadstoffklasse schlechter Euro2 ist. Vorher muß aber der Gesetzgeber die Voraussetzungen dazu schaffen. Daran wird es warscheinlich nicht scheitern. Ab 2012 soll Euro3 folgen. Dies sollte man beim Kauf eines neuen Autos beachten. Meinem alten Kadett wäre dann ab 2010 die Innenstadt verwehrt. Raucherautos müssen dann drausen bleiben. Besonders wenn sie hin und wieder blauen Dunst ausblasen.

Ab Sommer 2006 sollen Plaketten mit Einstufungen je nach Abgaseigenschaften eingeführt werden. Bei schlechter Luft dürfen die größten Stinker wie Dieselautos ohne Filter nicht mehr in die Stadt fahren. Bei der nächsten Stufe wären dann die Benziner ohne KAT dabei. Aber wozu hat man denn ein Motorrad?


Und ich habe mir ein neues Gebraucht-Auto gekauft!


Glückwunsch zum 18. Geburtstag

Am 25.3.1988 wurde der alte Kadett zum ersten mal zugelassen. Seitdem hat er bereits über 195.000 km zurück gelegt.

Im Juni 2006 gab es wieder neue Zündkerzen. Seitdem ist auch das Ruckeln komplett verschwunden und der Motor hat wieder etwas mehr Leistung. Somit bekam er auch wieder eine neue ASU. Dabei musste aber der CO-Wert deutlich runter gedreht werden. Trotzdem läuft er immer noch recht gut. So kann es bleiben. Damit komme ich gut über den Winter und schaffe mit ihm noch den 19. Geburtstag. :-)
Er bekommt sogar neue Winterreifen, die ich später auch für den neuen Kadett verwenden kann.

Ein kostenloser "Pfingst-Test" bei einer Autowerkstatt brachte einige neue Mängel und Roststellen zutage. Hilfe!
Im Februar 2007 ist dann wieder der TÜV fällig. Dann ist endgültig Ende! Der Reparaturaufwand dafür lohnt sich nun wirklich nicht mehr, obwohl es bei gutem Willen machbar wäre. Aber sinnvoll ist dies dann wirklich nicht mehr. Selbst ich werde dann den alten Kadett in den Ruhestand schicken. Er darf dann abgemeldet noch etwas in der Garage stehen bleiben, bevor er gründlichst ausgeschlachtet wird, und danach von der Autoverwertung zum Verschrotten abgeholt wird. 19 Jahre für ein Auto ist doch eine gute Leistung. Sicher schaffe ich auch noch die 200.000 km. Im Januar 2007 sind bereits die 199.000 KM geschafft.

Die Wasserpumpe und der Kühler sind nun aber so extrem undicht geworden, daß sie nun doch noch ersetzt werden mussten. Ich war ja nur noch am Nachfüllen von Kühlwasser. Das Frostschutzmittel ist ja auch nicht ganz billig.

200.000 km geschafft!

Es ist vollbracht. Am 7.3.07 sprang der Kilometerzähler zum zweiten mal wieder auf 0.

19 Jahre geschafft!

Am 25.3.07 hat er auch noch die 19 Jahre geschafft.

In der Werkstatt habe ich mir nochmal das Auto hochbocken lassen. Oh je, so viel Rost! So viele Mängel und Reparaturaufwand. Die Radlager vorne krachen auch bei der Kurvenfahrt. Die hinteren haben Spiel. Das hat beim besten Willen keinen Sinn mehr. Es stehen jetzt so viele Reparaturen an. Eine gute Gelegenheit das Auto in Rente zu schicken. Somit fällt mir der Abschied deutlich leichter.
Außerdem habe ich es geschafft, in den letzten Jahren mit wenigen Kosten noch möglichst viele Kilometer und Nutzungszeit raus zu quetschen. Bis daß der TÜV uns scheidet.

Nochmal ausgiebig spazieren fahren. Am 10.5.07 wurde er dann endgültig abgemeldet. Seitdem steht er in der Garage und gab so manches Zubehör und Einbauten an den neuen Kadett ab. Als Ersatzteillager wird er noch weiterhin da bleiben.

Ausgeschlachtet und verschrottet

Nachdem er bereits zwei Jahre in der Garage stand, und ich beim großen Ausmisten war, wurde es auch Zeit, den alten Kadett zu entsorgen. Aber entsorge ich damit vielleicht auch Ersatzteile, die ich später vielleicht noch brauchen könnte? Aus diesem Grund wurde er gründlichst ausgeschlachtet. Da im neuen Kadett aber ein anderer Motor eingebaut ist, blieb der Motorraum vom Ausschlachten weitgehend verschont. Dies gilt auch für die Türen, da sie größer sind als vom neuen Kadett (5 Türer).

Nach Ausbau der Innenverkleidung waren zum ersten mal die Roststellen an den unteren Seitenschwellern von innen zu sehen. Wenn es von innen weiter rostet, können Rost-Reparaturen von aussen auch nicht lange halten.
Die Innenverkleidung wurde nur aus Neugier ausgebaut, um zu sehen wie es darunter aussieht. Danach wurden sie gleich zum Recyclinghof gebracht.


Die Frontscheibe lies sich doch nicht ausbauen. Da kam es auch Beschädigungen auch nicht mehr drauf an.

Auf zur letzten Fahrt.

Mein Dank gilt auch Auto Wagner aus Mannheim-Seckenheim für die problemlose Entsorgung.

Nun lagern in der gereinigten Garage die größeren ausgebauten Ersatzteile, die ich vielleicht mal brauchen kann. Von den kleinen Teilen habe ich mich bereits bedient. So spart man sich die Fahrt zum Schrottplatz, um einen anderen Kadett auszuschlachten..