Die Auswüchse des Urheberrechts

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CHIP schreibt: "Wahrscheinlich im Herbst dieses Jahres steht ein neues Gesetz zum Urheberrecht ins Haus. Es verbietet unter anderem das Anfertigen von Sicherheitskopien geschützter Medien.
Die Hersteller solcher Kopierprogamme versuchen bis dahin natürlich noch möglichst viel Profit zu erzielen und so erscheint derzeit fast täglich ein neues Tool, dessen Vertrieb schon in wenigen Monaten unter Strafe gestellt ist."

Das Gesetz ist inzwischen beschlosssen. Ab September 2003 wurde es rechtskräftig. Seitdem ist das illegale Laden über das Internet, Verkaufen (auch über eBay) und Kaufen illegaler Kopierprogramme verboten und kann abgemahnt werden.

Jetzt sind fast alle DVDs mit einem Kopierschutz belegt und das Kopieren ist verboten. Und was kommt noch? Es wurde eine neue Urheberabgabe beschlossen. Pro DVD-Brenner sind nochmal 9,21 Euro fällig. Das wird auch damit begründet, daß man unter anderem damit Fernsehsendungen brennen kann. Aber dafür zahlen wir doch schon die Fernsehgebüren an die GEZ oder lassen uns mit der Werbung berieseln! Und die DVD/CD-Rohlinge sind auch schon alle mit einer zusätzlichen Abgabe an die GEMA belegt.

GEZ fordert Gebühr für Internet Computer
Passende Meinung dazu aus dem Internet:
Ich soll also Gebühren dafür bezahlen, dass ich ein Internet-fähiges Gerät besitze, auch wenn ich gar keinen Internet-Anschluss habe? Tja, dann werde ich mal ganz schnell Kindergeld beantragen. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.

Gericht beschliest Urheberrechtsabgabe auf Computer.
Wenn wir einen neuen PC kaufen, müssen wir eine Abgabe auf das zahlen, was wir garnicht tun dürfen!
Wer bescheist hier wen? Das provoziert doch regelrecht das verbotene Kopieren, wenn man eh schon dafür bezahlt hat.

Urheberrecht: 12 Euro Abgabe pro PC

OLG bestätigt Urheberrechtsabgabe auf PCs
GEZ-Gebühr auf PCs

Die Angaben über angebliche Verlusste sind auch Milchmädchenrechnungen! Der Verlust ist nicht der angebliche entgangene Umsatz, sondern das was nach Abzug von Steuern und Kosten davon übrig bleibt. Also nur ein Bruchteil davon.
Weiterhin wird davon ausgegangen, daß alles was illegal kopiert wurde, sonst im Laden für teuer Geld gekauft worden wäre. Irrtum! Fast alles wird nur kopiert, weil es umsonst ist. Ansonsten würde eben darauf verzichtet werden.
Das ganze Zeug, das sich die Leute saugen, würden sie sich niemals alles kaufen. Ist eben bei vielen nur der sinnlose Sammlertrieb, der ausgelebt wird, weil es gerade nichts kostet.
Und der Verlust, den die Musik-Industrie an einem Schüler oder Student haben kann, kann nicht mehr sein, als die Höhe seines Taschengeldes. Aber es wird ja auch für andere Dinge Geld ausgegeben. Also wieder nur ein Bruchteil vom Taschengeld.
Und es wird ignoriert, daß die Leute sparsamer geworden sind. An Luxusgüter wie Filme und Musik wird zuerst gespart.
Die Umstellung von Schallplatten auf CDs ist eben abgeschlossen. Auch der Nacholbedarf in den neuen Bundesländern. Die Musikindustrie war eben zu sehr verwöhnt, und glaubt dies ginge immer so weiter.
Man muß auch berücksichtigen, daß es eine Verschiebung der Ausgaben gibt: Statt CDs werden inzwischen mehr DVDs gekauft. So wie es einmal den Schallplatten nach Einführung der CDs ergangen ist. Und damals gab es keine Tauschbörsen im Internet. Und irgendwann werden die Nachfolger der DVDs den anderen Medien Marktanteile abnehmen. Die Technik bleibt eben nicht stehen. Auch die Musikindustrie muß mit der Technik (Musikvertrieb über das Internet, neue Medien) mithalten und darf nicht auf der Stelle stehen bleiben. Wer dem Kunden nicht die Technik/Medien anbietet, die er haben will, wird eben Einnahmen verlieren. Aber dann wird der böse Verbraucher für deren rückläufigen Verkaufzahlen verantwortlich gemacht.
Auch über die vielen teuren Klingeltöne für Handys wird gutes Geld verdient. Diese Ausgaben stehen dann eben nicht mehr für Musik-CDs zur Verfügung.
Die Umsätze über legale Download-Shops nehmen auch immer mehr zu. Diese Verlagerung schmälert natürlich auch den Absatz von CDs.
Ohne das illegale Kopieren würden auch viele Einnahmen durch Zwangsabgaben auf CD- und DVD-Rohlingen, Brenner und Computer wegfallen. Also wird am illegalen Kopieren sogar noch verdient! Sicher mehr als tatsächliche (wenn überhaupt) Verlusste daraus entstehen.

Ob Musik-Tauschbörsen tatsächlich einen wirtschaftlichen Schaden für die Plattenfirmen bedeuten oder nicht, ist seit schon langem ein Streitpunkt. Zumindest gibt es für die sinkenden Umsätze der Musikindustrie etliche andere Erklärungen, als das illegale Tauschen: Etwa die schlechte wirtschaftliche Lage, der hohe Preis von 15 bis 20 Euro pro CD, oder die Qualität der neuen Alben.
Zudem muss Musik als Freizeitunterhaltung heute gegen ganz andere Konkurrenten antreten als noch vor ein paar Jahren. Nicht nur der Geldbeutel der Leute ist begrenzt, auch ihr Zeitbudget ist es. Wer täglich ein bis zwei Stunden im Internet surft, zu jeder Zeit über das Handy mit Freunden reden kann und mehr Computerspiel zur Auswahl hat denn je, der braucht auch weniger häufig neue Musik-CDs.

Juraprofessor an der Universität im kanadischen Ottawa: Industrie macht durch Filesharing keine Verluste

Wer ein plötzlich illegales Kopierprogramm mit gutem Gewissen bei ebay verkauft, oder auf seiner Homepage einen Link auf eine fremde Downloadseite für ein illegales Programm anlegt, bekommt sicher bald eine Abmahnung von einem Münchner Rechtsanwalt. Daß dies nicht unter 1.000 Euro sein wird, ist leider bittere Realität. (Ich bin auch ein Opfer)
So wandert das Geld, was man noch der Musikindustrie zukommen hätte lassen, eben an den Rechtsanwalt. Die Musikindustrie kann sich selbst ausrechnen, wieviele Jahre das Opfer von der Musikindustrie keine Datenträger kaufen wird und auch kann! Selber schuld! So kann man sich den Markt auch zerstören. Ich höre sie schon wieder jammern: Die Umsätz sind schon wieder gefallen. Ich kann es nicht mehr hören!
Die Unterlassungserklärung wurde unterschrieben, aber die Kostenforderung gestrichen. Jetzt muß der Rechtsanwalt mich schon auf seine Gebühren verklagen. Das hat er aber nicht getan. Auch die anderen Opfer wurden von ihm nicht auf sein Honorar verklagt. Dann würde dieses Honorar vom Gericht erstmal in seiner Höhe überprüft. Dies würde ja Rechtssicherheit für seine künftigen Opfer schaffen. Etwas, was dieser "Rechtsanwalt" bei seinem gewählten Geschäftsmodell überhaupt nicht gebrauchen kann.

Abmahnwahnsinn gegen deutsche Internet-Site
Schade, daß man den Spieß nicht umdrehen kann und diese Anwälte verklagen kann wegen Untergrabung öffentlicher Interesses, Zerstörung der Pressefreiheit, Berufsmißbrauch durch Ausübung sinnloser, verbraucherschädigender Tätigkeit die nur der finanziellen Abzocke dient. Was droht einen Abmahnanwalt wenn er jemanden zu unrecht abmahnt? Lachhaft! Das Abmahnen sollte auch mit einem finanziellen Risiko verbunden sein. Sonst kann jeder Anwalt unberechtigte Abmahnungen einfach mal so verschicken, mit dem sich das Opfer rumplagen muß. So manch einer zahlt aus Angst vor noch größeren Kosten durch angedrohte Gerichtsverfahren. Wird die Abmahnung aber abgewehrt, muß sich der Abmahner nicht einmal dafür verantworten. Probiert er es eben beim nächsten Opfer...

Sachlich gesehen werden hier "lediglich" alle rechtlichen Möglichkeiten des vom Gesetzgeber zur Verfügung gestellten Rahmens ausgenutzt. Menschlich gesehen widerspricht diese Vorgehensweise derart dem Rechtsempfinden, das man bei solchen Verfahren schon lange nicht mehr von Berufsehre eines Anwaltes sprechen kann. Denn der Gesetzgeber hat die hierbei so ausgelegten Regeln (Gesetzte) nicht für diese Art von Internetabmahnungen beschlossen (dazu sind sie auch zu alt). Und das wissen die Anwälte auch.
Dennoch gibt es solche Abmahnungen am laufenden Band. Warum? Geld! Man kann wirklich eine Unmenge daran verdienen. Vor Gericht haben die meisten Abmahnungen leider Bestand. Egal wie absurd diese dem außenstehenden Betrachter erscheinen mögen. Und der Einzige, der das ändern kann, ist der Gesetzgeber. Denn die Richter sind bei Ihren Entscheidungen an die bestehenden Gesetze gebunden. Ein echt trauriges Kapitel der "Rechtskunst".

Neue Abmahnwelle durch Kanzlei Walldorf
Plattenfirmen mahnen ab wegen indirekter Links auf Kopierschutzknacker
Immer häufiger bekommen private Anbieter eine Abmahnung, Unterlassungserklärung oder eine einstweilige Verfügung mit hohen Anwalts- und Gerichtskosten. Gerade illegale Kopiersoftware und Musik in Tauschbörsen führen schnell zu einer Klage.

Heise Online legt sich mit Abmahner Waldorf an
Man lässt sich nicht abmahnen und lässt es auf einen Prozess ankommen. Vielleicht wird damit endlich die nötige Rechtssicherheit geschaffen und das Treiben der Abmahn-Anwälte und der Musikindustrie gebremst. Kommentar: Musikindustrie nimmt heise.de ins Visier
Am gleichen Tag: Hacker-Attacke auf "Heise.de" (Wer da wohl dahinter steckt?)
Urteil des Landgerichts München dazu:
- Der Link auf den Kopiersoftware-Hersteller ist verboten. Wobei dieser leicht zu erraten ist.
- Die anderen Vorwürfe an Heise.de wurden abgewehrt.
Also für jede Seite ein Teilerfolg. Ein Urteil, mit dem man leben kann. Ein Urteil, das eine wichtige Rechtssicherheit schafft. Die Presse darf also über Kopiersoftware berichten, solange sie nicht auf den Hersteller verlinkt. Damit ist ein Teil des Abmahngeschäfts die Grundlage entzogen. Endlich! Super!

Musikindustrie wird von Software-Firma abgemahnt Endlich auch mal in die andere Richtung.

US-Musikindustrie verklagt sogar schon eine vor rund einem Monat im Alter von 83 verstorbene Frau, Hier nochmal

Ich habe schon längst meine Konsequenzen daraus gezogen:

Mein Budget für Musik und Filme ist für sehr viele Jahre für meinen Rechtsanwalt draufgegangen. Von mir bekommt die Musik- und Videoindustrie keinen Cent mehr! Wer sitzt jetzt am kürzerem Hebel? Das kommt davon, wenn man die Hand beist, die einen füttert. Ich kann auch ohne neue CDs, DVDs und Kinobesuche. Und ihr könnt nichts dagegen tun! Mit Radio- und Fernsehprogramm komme ich locker aus. Die GEZ-Gebühren sind das einzigste, was ich noch in diese Richtung bezahle. Aber schuld an den fehlenden Einnahmen sind ja immer nur die Anderen.

Musikfirmen wollen Musik-Downloads verteuern
Plattenfirmen erwägen Preiserhöhung für Musik-Downloads
Zitat aus dem Forum dazu: "Ich finde die Kosten für den Download sind heute schon zu hoch, denn alle Kosten (außer dem Bereitstellen der Songs und der Abgabe für Künstler) entstehen auf meiner Seite. Zudem habe ich auf meine CD-Rohlinge, meinen Brenner, meinen Scanner und demnächst auch noch auf meinen PC auch noch eine zusätzliche Abgabe für hungerleidende Künstler entrichtet. Und die Industrie hat den Hals noch immer nicht voll. Da werden wohl demnächst einige Online-Shops zumachen dürfen, wer lädt sich da noch ein einziges Stück runter?"
Da bin ich mal gespannt wie stark die Umsätze einbrechen. Und schuld sind dann wieder die bösen Raubkopierer.

Selbst der ehrliche Kinobesucher wird immer mehr als kriminalisiert. Das meint CT dazu

Weiterhin werden auch Songtexte abgemahnt. Und wo ist da der Verlusst der Musikindustrie? Ach ja, darum geht es ja garnicht, sondern nur um die Bereicherung der Abmahn-Anwälte.
Unterstütze die Legalisierung von Lyrics-Seiten!iten!

Bitkom warnt: Bald 150 Euro Urheberrechtsabgaben
So schafft sich die Musik- und Videoindustrie neue Einnahmequellen. Und wo ist die Gegenleistung? Was bekommt man dafür? Darf man dann etwas tun, was man vorher nicht durfte? Diese Industrie wird vom Gesetzgeber und Microsoft (DRM) immer mehr unterstützt und bekommt den Hals nicht voll genug. Da sieht man was gute Beziehungen wert sind. Was für eine ABZOCKERGESELLSCHAFT ! Das finde ich weit verwerflicher als das gelegentliche Raubkopieren von Medien, die man sich zum teuren Ladenpreis niemals gekauft hätte. Nicht nur die Kirche lässt sich vom Staat seine Gebühren eintreiben, auch die Musik- und Videoindustrie. Forum mit Meinungen dazu.

Umsatz aus Musik-Downloads verdreifacht

Phonoverbände fordern Ende des Sendeprivilegs

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